Die bunte Vielfalt


Der Internationale Museumstag lockte am vergangenen Sonntag zahlreiche Besucherinnen und Besucher in den Stadtpark und verwandelte das Gelände in einen lebendigen Treffpunkt für Kultur, Geschichte und Handwerk. Viele Kulturschaffende der Stadt kamen zusammen, um ihre Arbeit zu präsentieren und den Gästen die kulturelle Vielfalt Ochtrups näherzubringen.

Bereits zur Eröffnung wurden die Gäste mit plattdeutschen Volksliedern stimmungsvoll begrüßt. Bürgermeisterin Christa Lenderich hieß die Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen, dankte allen, die an der Vorbereitung beteiligt waren und betonte die Bedeutung des Museumstags für die Stadt.

Großes Interesse weckte das Töpfereimuseum, das nicht nur theoretische Einblicke in das kulturelle Erbe rund um das Naturmaterial Ton bot, sondern auch praktisch demonstrierte, wie eine Drehscheibe funktioniert und welche kreativen Möglichkeiten sich daraus ergeben.

Der Basteltisch der Naturpädagogin Heike Woltering war durchgehend besetzt. Hier entstanden aus Ton und Naturmaterialien kleine Waldtierchen und fantasievolle Kunstwerke. Außerdem konnten die jungen Besucher mit Naturfarben aus Blüten, Blättern und Wurzeln auf Aquarellpapier malen.

Auch das Interkulturelle Nähcafé Zickzack sowie die Gästeführer stellten ihre Angebote vor. Der Freundeskreis Städtepartnerschaften präsentierte seine enge Zusammenarbeit mit den internationalen Partnerstädten in Spanien, Frankreich und Polen und gab Einblicke in die gemeinsame kulturelle Arbeit.

Traditionelles Handwerk zum Anfassen: Der Obst- und Gartenbauverein, der Mühlenverein und der Heimatverein zeigten alte Techniken und luden die Besucher ein, selbstgemahlenes Mehl sowie Weizen- und Dinkelvollkornbrot zu probieren und zu erwerben.

In der Villa Winkel erwartete die Gäste ein Bücherflohmarkt des Stadtarchives sowie verschiedene Ausstellungen, die die ganze Bandbreite der Ochtruper Kunst- und Kulturkulisse widerspiegelten. Von alter Klosterkunst (Langenhorst) über Werke des Malers Clemens Wieschebrink bis hin zu historischem Kinderspielzeug und moderner Fotografie spannte sich der Bogen über mehrere Jahrhunderte Stadtgeschichte.

Auch Filmfreunde kamen auf ihre Kosten: Im Konzertraum wurde ein 45-minütiger Dokumentarfilm gezeigt. Im Anschluss suchte Heinz Schulte das Gespräch mit dem Publikum, um Erinnerungen und Geschichten rund um Ochtrups Kinogeschichte zu sammeln.

Für kurzweilige Unterhaltung sorgten schließlich die großen und kleinen Darsteller des „Kleinen Och“ vom Leineweberverein. Mit fantasievollen Spielszenen brachten sie den Gästen die Ton- und Textilgeschichte der Stadt Ochtrup auf unterhaltsame Weise näher. Auch dabei durfte natürlich die musikalische Untermalung nicht fehlen: Mit seiner Gitarre war Reinhard Leusder vom Leineweberverein an diesem Tag auf der Bühne und überall dort zur Stelle, wo Gesang und Geselligkeit zum lebendigen Miteinander beitrugen.

Der Internationale Museumstag zeigte eindrucksvoll, wie bunt das kulturelle Leben in Ochtrup ist – und bot für die ganze Familie viele Möglichkeiten zum Entdecken, Mitmachen und Austauschen.


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