"Das Ende einer Ära"
Mehr als 120 Jahre hat die Kastanie an der Töpferstraße 10 das etwas windschiefe, ehemalige Wohnhaus der Töpferfamilie Eiling begleitet und zum idyllischen und - aus heutiger Sicht - etwas verwunschenen Anblick beigetragen.
Oft haben wir Besuchern des heute hier untergebrachten Töpfereimuseums gefragt: „Wenn der Baum sprechen könnte, was hätte es wohl alles zu erzählen…?!“
Er hat Kinder heranwachsen, ja ganze Generationen kommen und gehen sehen. Durch arm und reich, durch gute und schlechtere Zeiten hat er die Ochtruper begleitet. Kriegen, Stürmen und Dürren hat er getrotzt, vielleicht den ein oder anderen verstohlenen Kuss belächelt und so manches Geheimnis stillschweigend bewahrt…
Jetzt, Anfang der Jahres 2026, war leider auch seine Zeit gekommen.
Unsere wunderbare, stolze Kastanie war schon länger krank, und alle, in den letzten Jahren unternommenen, Rettungsversuche vergebens!
Deshalb mussten wir uns – schweren Herzens – von unserem stillen Weggefährten verabschieden!
Aber, wie heißt es immer so schön: „In jedem Ende liegt auch ein Anfang“!
Wir sind gespannt, welcher neue Baum bald dem wunderbaren Töpfereimuseum Gesellschaft leisten wird und was dieser in 120 Jahren wohl alles zu erzählen haben wird….

